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Die japanische Kunst der Goldheilung

Gold als Zeichen der Heilung​​

In meinen Arbeiten steht Blattgold für Würde und Heilung. Brüche und Risse werden nicht verborgen, sondern hervorgehoben.​

Sie erzählen vom gelebten Leben, von Mut und von der Schönheit des Unvollkommenen.

Ein zerbrochenes Lieblingsstück

Ein japanischer Kaiser liebte seine Teeschale.

Als sie zerbrach, schickte er sie nach China –

dorthin, wo man seit Jahrhunderten mit Porzellan arbeitete.

 

Doch was er zurückbekam, enttäuschte ihn:

grobe Klammern hielten die Schale zusammen und dennoch war sie undicht.

Der Bruch blieb nicht nur sichtbar – er war entstellend.

 

Der Kaiser wandte sich an seine eigenen Handwerker.

Sie sollten einen Weg finden, die Schale zu heilen.

Wochenlang, monatelang forschten sie.

Bis einem von ihnen der Durchbruch gelang:

Er füllte die Bruchstellen mit Gold.

 

Goldene Adern durchzogen nun das Gefäß.

Nicht versteckt, nicht vertuscht –

sondern erhoben zum Zeichen der Würde.

Und so wurde aus einem beschädigten Stück

ein Kunstwerk von unermesslichem Wert.

Abstrakte Rückenfigur in Blau, expressive Malerei

Goldene Linien

Oft setzen kleine scheinbar unbedeutende Gedanken oder Informationen einen Gedankenprozess in Gang, der zu einer neuen Auseinandersetzung auf dem Papier wird.

In unserem Kulturkreis wird alles Kaputte schnell entsorgt. In Japan wird etwas das zerbrochen war, um so wertvoller - 

was für ein wundervoller Gedanke.

In meinen Arbeiten trage ich diesen Gedanken weiter.

Nicht alles wird unsichtbar repariert.

Manches darf leuchten, gerade weil es einmal gebrochen war.

Die goldenen Linien in meinen Bildern sind keine Verzierungen - sie sind Zeugnisse von Würde, Heilung und der Schönheit des Unvollkommenen. 

Die Bruchstellen der Menschen

 Bruchstellen bei Menschen werden als Schwäche gesehen. 

Verletzte, gebrochene Menschen gelten in unserer Kultur als weniger wert. 

Als ich Kintsugi entdeckte war ich berührt:

In Japan werden zerbrochene Gegenstände nicht versteckt, sondern mit Gold sichtbar repariert.

Das Zerbrochene wird nicht abgewertet - es wird kostbarer.

 

Auch in meinen Arbeiten ist es das was mich fasziniert: Nicht nur der materielle Wert eines Gegenstandes zählt, sondern die Geschichten die man damit verbindet.

Das Gold steht für Würde, für gelebtes Leben und für die Erinnerung, die in jedem Bruch bewahrt wird.

Meine Bilder tragen Blattgold, um diese Kostbarkeit sichtbar zu machen:

Das Wertvolle in jedem einzelnen Leben.

Ort:

Schloßstr. 23

45711 Datteln 

Erreichbar unter:

Link:

© 2024 Susanne Schollas

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